Thema Sexuelle Gewalt in Vereinen - ein Tabuthema?

Das Thema sexuelle Gewalt in Sportvereinen ist heute in vielen Sportvereinen ein immer noch gern verdrängtes Thema. Nur allzu oft bekommt man auf dieses Thema auch von den Vereinsverantwortlichen Antworten wie "Den kennen wir nun schon so lange, da passiert nix" oder "So was gibts in unserem Verein nicht". Die Realität sieht hierbei in einigen Fällen leider anders aus.

 

Seit dem 01.01.2012 ist das neue Kinderschutzgesetz in Kraft. In §72a des Sozialgesetzbuch 8 ist geregelt, das die Jugendämter als öffentliche Träger der Jugendhilfe mit freien Trägern, z. B. Vereinen die Jugendarbeit betreiben, Vereinbarungen zur Umsetzung dieses Paragraphen treffen sollen. Betroffen sind Vereine die eine Förderung durch die Stadt erhalten. Hier ist unter anderem das zur Verfügung stellen städtischer Räumlichkeiten oder die Übernahme von Sachkosten für die Vereine relevant.

 

Der LC Schwerte 1967 e. V. hat sich bereits frühzeitig dem Thema gewidmet. So wurde eine vom Kreissportbund Unna ins Leben gerufene Selbstverpflichtungserklärung durch den 1. Vorsitzenden bereits 2013 unterzeichnet. Zusätzlich muss jeder Übungsleiter der für den Verein tätig ist, ein Erweitertes Polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Dieses muss nach dem Gesetz alle fünf Jahre erneut vorgelegt werden. Damit soll sichergestellt werden, das Personen die rechtskräftig für eine Straftat nach der in §72a Abs. 1 genannten Paragraphen verurteilt sind, nicht mit der Wahrnehmung von Aufgaben der Kinderbetreuung beauftragt werden.